Unser Glaube
Der islamische Glaube beginnt mit der Überzeugung, dass es nur einen Gott gibt. Im Arabischen wird Gott Allah genannt. Muslime verstehen Allah als den Schöpfer allen Lebens, barmherzig, gerecht und niemandem vergleichbar.
Diese Beziehung zu Gott steht im Mittelpunkt islamischer Spiritualität. Sie zeigt sich im Gebet, im Vertrauen auf Gott und zugleich im verantwortungsvollen Umgang mit anderen Menschen.
Die Glaubensgrundlagen
Zu den grundlegenden Glaubensinhalten des Islam gehören der Glaube an:
- Allah
- Seine Engel
- Seine offenbarten Schriften
- Seine Propheten und Gesandten
- den Jüngsten Tag
- die göttliche Bestimmung
Diese Glaubensgrundlagen verbinden Spiritualität mit der Verantwortung des Menschen für sein eigenes Handeln.
Die Propheten
Muslime glauben nicht nur an Muhammad ﷺ, sondern an eine lange Reihe von Propheten.
Dazu gehören unter anderem Adam, Noah, Abraham, Ismael, Isaak, Jakob, Josef, Moses und Jesus – Friede sei mit ihnen allen.
Aus islamischer Sicht riefen die Propheten die Menschen grundsätzlich zur Anbetung des einen Gottes und zu einem verantwortungsvollen Leben auf.
Muhammad ﷺ gilt im Islam als letzter Prophet und Gesandter Gottes.
Der Koran
Der Koran ist die zentrale Offenbarungsquelle des Islam. Muslime glauben, dass er dem Propheten Muhammad ﷺ in arabischer Sprache offenbart wurde.
Er behandelt Glaubensfragen ebenso wie Spiritualität, Ethik, gesellschaftliche Verantwortung und den Umgang des Menschen mit sich selbst und anderen.
Das Lesen des Korans soll deshalb nicht nur Wissen vermitteln. Es soll zum Nachdenken, zur persönlichen Entwicklung und zu verantwortungsvollem Handeln anregen.
Sunna und prophetisches Vorbild
Neben dem Koran spielt die Sunna, also das überlieferte Vorbild des Propheten Muhammad ﷺ, eine wichtige Rolle.
Sein Umgang mit Familie, Nachbarn, Bedürftigen und Menschen anderer Überzeugungen ist Teil der islamischen Orientierung.
Dabei gehören Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Geduld und Verantwortungsbewusstsein zu den zentralen Eigenschaften, an denen sich muslimisches Handeln orientieren soll.
Die fünf Säulen des Islam
Das religiöse Leben wird besonders durch fünf grundlegende Handlungen geprägt:
Schahāda – Glaubensbekenntnis
Das Bekenntnis zum einen Gott und zu Muhammad als seinem Gesandten.
Salāh – Gebet
Die fünf täglichen Gebete strukturieren den Tag und schaffen eine regelmäßige Verbindung zu Gott.
Zakāt – soziale Pflichtabgabe
Wer über entsprechendes Vermögen verfügt, trägt Verantwortung gegenüber Bedürftigen und gesellschaftlich Schwächeren.
Ṣawm – Fasten im Ramadan
Das Fasten verbindet Gottesdienst mit Selbstdisziplin, Dankbarkeit und Mitgefühl.
Ḥaǧǧ – Pilgerfahrt nach Mekka
Muslime, die gesundheitlich und finanziell dazu in der Lage sind, sollen einmal im Leben die Pilgerfahrt vollziehen.
Wissen und Verantwortung
Glaube bedeutet für uns nicht, Fragen auszuschließen. Lernen, Nachdenken und Wissen gehören zum islamischen Selbstverständnis.
Religiöse Bildung soll Menschen dabei unterstützen, ihren Glauben bewusst zu verstehen und verantwortlich zu leben – in der Familie, in der Gemeinde und mitten in unserer Gesellschaft.
Im Islamischen Forum Kehl möchten wir deshalb religiöse Bildung mit Offenheit, fachlicher Verantwortung und einem respektvollen Umgang mit unterschiedlichen Lebensrealitäten verbinden.

